Veröffentlicht: 11.05.10 um 19:05 von
Es gibt Tausende von Gründen einen Schritt nicht zu tun. Aber was hindert uns eigentlich daran das Leben in die Hand zu nehmen und die Veränderung zu wagen?
Ich bin mir sicher es ist die Angst. Die Angst zu viele neue Erfahrungen zu machen die auch immer eine Gefahr in sich bergen und zwar diese, dass das Leben so wie man es kannte nicht mehr das Selbe sein wird. Zu sehr versteifen wir uns gewollt oder unbewusst auf die altbekannten Muster.
Sei es in der früh aufstehen, diesen oder jenen Menschen im immer wiedekehrenden Rhythmus wieder zu sehen, einen bestimmten Weg zur Schule ein zu schlagen (den man natürlich für eine Abkürzung hält) oder immer wieder das gleiche Essen zu kochen obwohl man schon lange die neue thailändische Küche austesten wollte. Es gibt unzählige Dinge die man an dieser Stelle aufzählen könnte und eine zermürbende Frage die sich mir am Schluss stellt.
Warum haben wir so eine Heiden Furcht, davor das sich unser Leben verändern könnte?
Dass plötzlich ein weiterer Job vor unserer Nase liegt, der durchaus vielversprechend klingt, aber das Leben wie es bisher war verändern würde.
Dass auf einmal ein Mensch dein Herz berührt, und du nicht mehr nur noch an dich denken musst sondern auch an die Gefühle des andern.
Dass man urplötzlich das neugewonnene Heim aufgeben muss, weil die Zeit viel zu schnell davon rennt.
Ich kann nicht sagen, wie es bei andern Menschen ist, aber ich habe Angst, dass ich die ganzen Veränderungen, die in der Zukunft auf mich warten, mein Leben vollkommen aus der Bahn werfen. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, doch was ist wenn mit einem Schlag die ganzen Gewohnheiten über Bord geworfen werden, von einer unkontrollierbaren Welle aus Ereignissen? Ich weiß nicht was dann ist, aber ich hoffe, dass sich das Leben wieder einordnen kann und vor allem, dass die Angst langsam verschwindet, denn Veränderungen machen das Leben aus…wenn man sie zulassen kann.
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