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OS X Snow Leopard 10.6 : Erfahrungsbericht

Veröffentlicht: 31.08.09 um 19:48 von Tim
Auszug aus meinem Blog:

Es ist soweit, Apple hat am 28. August 2009 ihre neuste Raubkatze aus dem Käfig gelassen. Snow Leopard OS X 10.6, der direkte Nachfolger von Leopard 10.5 könnte die Verkaufszahlen von Leopard bei weitem überbieten. Da ich direkt heute morgen meine Kopie erstanden habe, berichte ich von meiner ersten Erfahrung mit der weissen Mietze.


Die Installation:

Diese verlief simpel und ohne Komplikationen. Ich habe ein Update von 10.5.8 auf 10.6 durchgeführt. Einfach die frische Snow Leopard DVD einlegen, das sich darauf befindende Installations-Programm aufrufen und der Rest passiert von ganz allein. Zunächst beendet die Installation alle anderen laufenden Programme, kopiert wichtige Daten auf die Festplatte und startet den Mac bereits nach wenigen Minuten neu. Dabei bootet das System anschließend von DVD um die Installation fortzuführen. Mehr als einen typisch blauen Fortschrittbalken im Apple Stil, der eine verbleibende Zeit von unter 30 Minuten angibt, gab es kaum zu nennen. Anschließend folgte ein etwas länger dauernder Neustart. Typisch nach Updates oder Neuinstallation, um vermutlich diverse Routine-Tests im Hintergrund durchzulaufen, aber danach befand ich mich schon auf meinem neuen und zugleich alten Desktop.

Vorher – Nachher, der erste Eindruck:
Die Installation war also in unter einer Stunde abgeschlossen und ich befand mich direkt auf meinem bekannten Desktop wieder. Sämtliche System-Einstellungen, Widgets, Programme und Wallpaper deuteten auf ein System hin, wie ich es zuvor verlassen hatte. Nur bei einem genaueren Blick erkannte man, dass es sich tatsächlich um Snow Leopard handelt. Die Versionsnummer 10.6 stimmte, alles wirkt von den Reaktionszeiten etwas schneller, das Betriebssystem ist auf der Festplatte um über 7GB kleiner geworden, das Dashboard lädt die Widgets schneller, der Systemstart fühlt sich ebenfalls schneller an und es gibt angenehme Neuerungen im Finder, Exposè (welches nun auch minimierte Anwendungen anzeigt), Stacks und in anderen Bereichen quer über das Betriebssystem von Apple verteilt.
Gab es Programme die nach dem Update auf Snow Leopard den Dienst verweigert haben? Ja, allerdings war dies eher die Außnahme. Eine Erweiterung für die in OS X integrierte Firewall, ein paar alte Bildschirmschoner sowie das FTP Programm Cyberduck (Nachtrag: Cyberduck Beta für Snow Leopard) verweigert in der aktuellen Ausgabe den Dienst. Das Szenario, welches es beim Wechsel von Tiger auf Leopard gab wird sich hier nicht wiederholen. Die inkompatiblen Programme sind deutlich in der Unterzahl und angepasste Aktualisierungen werden nicht lange auf sich warten lassen.

Der Technische Stand der Dinge:
Snow Leopard hat kein umfangreiches Face Lifting verpasst bekommen. Viel eher standen die inneren Werte auf der Operations-Liste ganz weit oben. Der Umstieg auf Intels 64Bit Prozessoren scheint mit der dafür ausgelegten neuen 64Bit Kernel abgeschlossen zu sein. Neue Technologien wie OpenCL und GCD sollen die GPU aktiv an Berechnungen beteiligen und die Performance für Multi-Kern CPUs steigern. Für den geschäftstüchtigen Nutzer wurde die Technologie Exchange von Microsoft lizensiert. Bereits existierende Technologien in OS X wurden weiter ausgebaut. Der neue QuickTime Player spielt ohne Probleme gleichzeitig mehrere Videos in HD ab ohne dabei in Stottern zu geraten. Time Machine führt Backups schneller aus und vieles mehr.
Ein Aspekt warum Snow Leopard gegenüber Leopard von der Dateigröße kleiner geworden ist, ist wohl da nun Druckertreiber oder die Laufzeitumgebung Rosetta erst bei Bedarf nachträglich aus dem Internet herunter geladen werden. Was nun genau meinen HP Drucker angeht, so funktionierte dieser unter 10.5 direkt via Plug’n'Play aber Snow Leopard verweist darauf dass der Treiber dieses Models erst in kürze via Download bereit gestellt wird. Die Scan Funktion dieses Multi-Gerätes arbeitet hingegen unerwartet gut auch ohne Drucktreiber.
Warum speckt Apple sein System so stark ab und macht es zugleich schneller, was kommt wohl als nächstes? Die Gerüchteküche spekuliert seit längeren über eine Mischung aus Netbook und Tablet-PC. Andere Hardware-Hersteller warten bereits darauf, damit sie die Design-Ideen von Apple abkupfern können für eigene vergleichbare Produkte. Der Tablet-PC Markt ist bisher noch nicht massentauglich und es wird spannend zu sehen wie dieser anhand Apples Leitfunktion geformt werden kann. Lassen wir uns also einfach überraschen.

Fazit:
Kritisiert wurde Snow Leopard dafür, dass es für viele nur wie ein Service Pack aussieht. Ebenfalls die fehlende Unterstützung der PowerPC Architektur mag einigen eingefleischten Nutzern quer im Magen liegen. Letzteres ist wirklich schade aber die Entwicklung muss eben weiter gehen. Apple hat mit Snow Leopard sicherlich nicht das Rad, geschweige denn OS X neu erfunden. Dies brauchten sie auch gar nicht, alles lief bereits recht rund. Allerdings wirkt Snow Leopard mehr als nur ein simples Service Pack, wie es diese für Windows gibt. Für einen unschlagbaren Update-Preis von nur 29,- Euro bekommt man also ein deutlich schnelleren Leopard mit neuen und ausbalancierteren Funktionen. Das einzige was ich bisher wirklich vermisse und bemängel sind die fehlenden Tabs im Dateimanager Finder und der noch nicht funktionierende Druckertreiber. Ein Update ist definitiv zu empfehlen und die Installation verlief weit aus besser als meine letzte Erfahrung mit Windows7 RC.

MfG
Kommentare 1

Kommentare

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Benutzerbild von Royal-Pirate
ich werds mir holen und ratzi fatzi alles is top xD ich freu mich sooo mac-tv <3 man munkelt man munkelt
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Veröffentlicht: 09.09.09 um 01:37 von Royal-Pirate Royal-Pirate  ist gerade online
 
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